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Bericht von Tokio (1)

Auch in diesem Jahr gab es von unserem Sensei wieder interessante Berichte von seiner Zeit in Tokio und wie immer lag sein Hauptaugenmerk auf den Schwerpunkten des Lehrgangs. Ich habe diesmal seine Berichte nur sehr wenig gekürzt, denn jede seiner Darlegungen ist so kompakt und lehrreich, dass ich nicht weiß, wie ich es hätte besser sagen können.

Jeder Sensei, jede Einheit ist einzigartig in Ansicht und Ausführung. Etwas Besonderes sind für unseren Sensei die Einheiten von Imamura Sensei.

„… Zum einen, weil er aufgrund seiner Erkrankung nur sehr leise sprechen kann und dadurch eine besondere Atmosphäre der Ruhe und Stille im Dojo entsteht und zum anderen, weil Imamura Sensei ein hervorragender Techniker und Didakt ist.“

In zuerst langsam ausgeführte Bewegungen spürte man Körperspannung und ein fester Stand und konnte die korrekte Position des Ellbogens bei der Technikausführung, insbesondere beim Hikite, spüren. Als dann alles schnell und stark ausgeführt wurde merkte man schnell, dass der Körperschwerpunkt sich nach oben verlagerte, weil zu viel aus der Schulter gearbeitet wurde.

Imamura Sensei erläuterte, dass die Techniken von Anfang bis Ende korrekt ausgeführt werden müssen und dabei unbedingt der Schwerpunkt auf gleicher Höhe gehalten werden muss. Richtiges Hikite und ein gerader Rücken sind dabei unverzichtbar. … Spannung, Entspannung, wieder Spannung und Entspannung… 0-10-0-10-0… Erst wenn man dies in alle Richtungen (links, rechts, vor, zurück) beherrscht, sollte man sich an die Kanku Dai wagen, waren Imamura Senseis Worte. Unter diesen Gesichtspunkten war es dann auch ganz schön schwierig, die Kata halbwegs vernünftig durchzulaufen.

„Jede verunglückte Technik zog eine weitere schlechte nach sich; jedes Ende ist halt der Anfang der nächsten Technik. Es wurde wieder mehr als deutlich, wie wichtig eine gute Grundschule ist, um gutes Karate zu praktizieren. „

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