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Freud und Leid

Nachdem sich meine Tochter den Knöchel verletzt hatte, war ich einige Wochen gezwungen, allein zum Training zu fahren. Die größte Herausforderung bestand darin, dass ich auf mich gestellt war. Ich musste mir alles merken und bei neuen Techniken oder Kombinationen war das schon eine große Herausforderung. Für mich waren und sind kleine Details wichtig. Es fängt bei der Fußstellung an, Knie, Hüfte, Oberkörper, Schultern, Arme, Kopf, Blickrichtung und ganz wichtig ist die Atmung. Obwohl wir zu Hause nicht wirklich einen gemeinsamen Nenner in Bezug auf Karate fanden, so konnten wir uns doch gegenseitig bei den Abläufen helfen. Es war ungewohnt, da wir sonst immer nur im Doppelpack anzutreffen waren und wahrscheinlich ging es unserem Sensei ähnlich, denn er erkundigte sich nach ihr: 

„Bestell schöne Grüße zu Hause!“

und ich fand dies eine schöne Geste. Andereseits tat es mir auch einfach mal gut, nur auf mich achten zu müssen und einfach mal nur an mich zu denken.

Ich spürte, dass ich lebe und es war ein ganz wunderbares, neues Gefühl.

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